Beinahe bei jedem meiner Kundenprojekte kommt es früher oder später zur Sprache: das MVP. Daher möchte ich in diesem Artikel gerne erläutern, was das eigentlich genau ist und wie mit diesem populären Ansatz Kundenbedürfnisse optimal erfasst und gleichzeitig unnötige Kosten eingespart werden können.
Mit der kostenlosen MVP-Checkliste kannst du danach direkt selbst prüfen, ob sich dein Projekt für diesen Ansatz eignet.
Minimum Viable Product
Die Abkürzung MVP steht für «Minimum Viable Product», was man mit «minimal funktionsfähiges Produkt» übersetzen kann. Gemeint ist ein auslieferbares Produkt, welches noch nicht vollständig ausgearbeitet ist, jedoch aber bereits über die zentralsten Funktionen einer Geschäftsidee verfügt. Entstanden ist das Konzept im Silicon Valley, wo sich bekanntlich unzählige Startups formiert und etabliert haben - sicherlich auch gerade wegen der Nutzung dieser inzwischen weltweit verbreiteten Methode. 1
Doch wie funktioniert der MVP-Ansatz genau und welche Vorteile bietet er?
Funktionsweise und Vorteile des MVP
Ziel des MVP ist es, eine neuartige Idee möglichst früh und direkt am Markt zu testen. Dazu werden erstmal nur diejenigen Funktionen umgesetzt, welche der Endkund:in den grössten Nutzen bringen. Alle «Nice-to-have's» werden konsequent weggelassen. Diese bringen dem Endprodukt nichts, wenn sich bei der Veröffentlichung der App herausstellen sollte, dass kein Markt für die Kernfunktionen besteht.
Übertragen auf einen Alltagsgegenstand wie ein Schweizer Taschenmesser könnte dies also einem simplen Messer mit Flaschenöffner entsprechen. Die Holzsäge, Nagelfeile, Lupe, Schere, sowie die kundenspezifische Namensgravur usw. würden erst nach der Markteinführung hinzugefügt, sobald sich das grundlegende Konzept am Markt bewährt hat.
Durch die frühe Veröffentlichung wird erstmal das Investitionsrisiko minimiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass nach dem Launch bereits erstes echtes Kundenfeedback kommt. Mit diesem können nun die noch geplanten Features neu priorisiert oder durch Kundenwünsche ergänzt werden. So wird sichergestellt, dass die App einen maximalen Nutzen für die reale Endkundschaft bietet und nicht nur auf der eigenen Einschätzung basiert, was für die Kundschaft interessant sein könnte.
Zusammengefasst sind die Vorteile eines MVP also:
- Risiko für Fehlinvestitionen wird minimiert.
- Marktvorteil durch die hohe Entwicklungsgeschwindigkeit.
- Endprodukt deckt die echten Bedürfnisse der Kundschaft präzise ab.
Beispiele aus der Praxis
Dass sich der Entwicklungsansatz in der Praxis bewährt hat, zeigen die Geschichten von Unternehmen wie Dropbox, Uber oder Airbnb. Letzteres startete 2007 beispielsweise damit, dass zwei Freunde die eigene Wohnung fotografierten und mittels einer simplen Website inserierten. So fanden sie drei zahlende Gäste, was sogleich die Nachfrage nach einem solchen Service bestätigte. Eine einfache Seite reichte also als MVP völlig aus - ein ganzes Portal mit Kartenansicht, Feedback-Funktion und Bewertungssystem war im ersten Schritt also gar nicht notwendig. 2
Auch ich empfehle die Entwicklung eines MVP regelmässig meinen Kund:innen. Insbesondere dann, wenn diese mit ihrer App-Idee ein Startup gründen und eine Marktlücke schliessen möchten. So entstanden auch die ersten Versionen der Apps Shotdok und audemi, die ich für BRUGG Lifting AG umsetzen durfte.
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Quellenverzeichnis
-
5 Fragen zum MVP. Website der Computerwoche. Abgerufen am 4. April 2022. ↩
-
5 Great Examples of Minimum Viable Product in App Development. Website von Business 2 Community. Abgerufen am 4. April 2022. ↩





